Information zur Immuntherapie mit Dendritischen Zellen

Information zur Immuntherapie mit Dendritischen Zellen

Auch in der Tiermedizin nimmt die Zahl der krebskranken Tiere zu. Um für diese Patienten eine optimale Diagnostik von Größe und Ausbreitung der Erkrankung zu erhalten, müssen Untersuchungsmethoden wie Röntgen, Ultraschall und ggf. eine Computertomographie eingesetzt werden. Eine vorherige Blutuntersuchung bietet Sicherheit, dass Organfunktionen, Gerinnungs- und der Immunstatus nicht von der Erkrankung mit betroffen sind bzw. dass bei älteren Tieren anschließende Diagnose- und Behandlungsmethoden ohne Einschränkungen durchgeführt werden können.

Für uns ist es wichtig, im Gespräch mit dem Tierbesitzer alle Aspekte verschiedener Behandlungsmethoden zu besprechen. Es geht schließlich um das gute Zusammenleben aller zwei- und vierbeinigen Familienangehörigen.

Nur gelegentlich wird der Einsatz von Chemotherapie durch unsere Kunden gewünscht. In diesem Fall arbeiten wir mit spezialisierten Tierärzten zusammen.

Seit langem beschäftigen wir uns mit der naturheilkundlichen Krebsbehandlung bei Tieren. Auf diesem Gebiet haben wir große Erfahrungen in der Nachsorge nach schweren Operationen. Seit neuestem arbeiten wir uns in eine aus der Humanmedizin bekannte Technik der Immuntherapie (www.immuntherapie.net) ein und versprechen uns dabei eine erheblich niedrigere Rezidiv- und Metastasierungsrate von Tumoren bei Kleintieren (speziell Hunden und Katzen) und Pferden.

Bei Pferden sind erfolgreiche Behandlungen von Plattenepithelkarzinomen und Sarkoiden bekannt (www.sarkoide.de).

Dendritische Zellen lassen sich aus Blutzellen im Labor in größerer Zahl herstellen und dann mit körpereigenen Tumorzellen stimulieren. Aus diesen Zellen wird danach ein zellulärer Impfstoff hergestellt, welcher das Immunsystem speziell gegen den Tumor aktivieren kann. Die durch die Tumorzellen geschulten dendritischen Zellen werden zur Impfung (durch Injektion in die Haut) in den Körper Ihres Tieres zurückgegeben. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen die dendritischen Zellen zum Einen in die Lymphknoten, um dort eine Immunantwort in Gang zu setzen und zum Anderen erreichen die Zellen andere Orte, an denen sich metastasierte Tumorzellen befinden und können diese eventuell zerstören. Wie auch bei anderen Impfungen wird man diese in Abständen von einigen Wochen wiederholen. Ihrem Tier wird dann für jede Impfung Blut entnommen (je nach Tier Größe 4-100 ml), aus dem innerhalb von sieben Tagen dendritische Zellen hergestellt werden. Die Blutentnahme und die nach sieben Tagen erfolgende Impfung werden zunächst zweimal durchgeführt.

Bei manchen Patienten ist kein körpereigenes Tumorgewebe vorhanden,so dass die oben angeführte Stimulation der dendritischen Zellen mit Tumorzellen nicht erfolgen kann. Die dann ohne diese Zellen durchgeführten Behandlungen haben jedoch gezeigt, dass die erzeugten dendritischen Zellen ebenfalls eine spezifische Immunantwort hervorrufen können.

Belastungen und Nebenwirkungen der Behandlung sind sehr selten.Mögliche Abwehrreaktionen im Sinne einer Allergie, Autoimmunreaktion oder andere auftretende Beschwerden im Rahmen dieser Behandlung sind bisher nicht bekannt, sollten aber sofort Ihrem betreuenden Tierarzt mitgeteilt werden. Da wir Ihr Tier sowohl zur Blutentnahme als auch bei Gabe der Vakzine eventuell sedieren müssen, ist zu Beginn der Behandlung eine gründliche Allgemeinuntersuchung erforderlich. Bitte bringen Sie zu diesem Termin die Behandlungsunterlagen und Untersuchungsbefunde Ihres Haustierarztes mit.

Aus dem entnommenen Blut werden im Labor bestimmte Blutzellen gewonnen, die anschließend innerhalb von einer Woche zu dendritischen Zellen „herangezüchtet“ und auf den Tumor eingestellt werden. Diese Zellen werden anschließend dem sedierten Tier im Bereich des entfernten Tumors intracutan (das heißt in die Haut!) injiziert. Die Zellen stimulieren in den folgenden Tagen eine Immunantwort, die sich gegen rezidivierte bzw. metastasierte Tumorzellen richtet. Im Abstand von fünf Wochen erfolgen zwei weitere Behandlungen, bei denen jeweils eine erneute Blutentnahme notwendig ist.

Für weitere Fragen zu dieser Behandlungsmethode stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.